Gegen die Verteuerung der Studienkarte

EINE FAHRT INS BLAUE?

(Pressetext zur Protestaktion gegen die Verteuerung der Studienkarte am 9.9.2013)

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„Mit der Studienkarte kommst du gut an“ – so wirbt die GVB auf ihrer Website bei den Studierenden. Die Preissteigerung bei den 4-, 5-, beziehungsweise 6-Monats-Tickets kommt bei diesen aber ganz und gar nicht gut an. Die Grazer HochschülerInnenschaften, die Interessensvertretung der Studierenden, sprechen sich deshalb gegen die Verteuerung der Studienkarte sowie gegen die Kürzung des Mobilitätsschecks vom letzten Semester aus und protestierten am 9. September 2013 vor der Mobilitätszentrale am Jakominiplatz. Die Studienkarte bekommen alle Ordentlichen Studierenden, die am ersten Geltungstag der Studienkarte das 26. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, den Mobilitätsscheck, alle Studierenden mit Hauptwohnsitz in Graz, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Durch die Kürzung des Mobilitätsschecks von fünfzig auf vierzig Euro und die Preissteigerung der Karte, macht sich eine Teuerung von bis zu 50% (im Vergleich zum Vorjahr) bemerkbar. Ein Preisanstieg, der für viele Studierende nicht mehr tragbar ist. Mobilität muss aber für alle leistbar sein.

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Doch das ist nur ein Punkt von vielen, so führen die Kürzung der Familienbeihilfe, die ständig steigenden Lebenserhaltungskosten sowie die nicht vorhandene Inflationsanpassung der Studienbeihilfe dazu, dass sich Studenten und Studentinnen das Studieren einfach nicht mehr leisten können. Ihre Familien sind ebenfalls von den teureren Lebensbedingungen betroffen und können ihre Kinder nicht mehr in dem Ausmaß unterstützen, wie das noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen ist. Alles in allem keine guten Voraussetzungen um in das neue Semester zu starten.

Anders sieht es da schon bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei den Lehrlingen aus – für sie gibt es das „Top-Ticket“. Um 96 Euro im Jahr können sie den öffentlichen Verkehr uneingeschränkt nützen. Studenten und Studentinnen, die im Gegensatz zu den Lehrlingen kein eigenes Einkommen haben, wurden beim Top-Ticket top-ausgelassen. Auch für TouristInnen wird der öffentliche Verkehr im Bereich der Innenstadt gratis ermöglicht, die Kosten des Projekts sind noch nicht absehbar. Warum wird das Geld in eine Altstadtbim investiert, nicht aber in die dringende Unterstützung der Studierenden?
Die ÖH fordert deshalb:
– Die Rücknahme der Preissteigerung bei der Studienkarte
– Die Wiederanhebung des Mobilitätsschecks auf 50 €
– Die Aufnahme von Studierenden ins Topticket
– Leistbare Öffis für Alle

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Fotos: (c) Tamara Sill